Eine Reise nach Khartoum

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er viel erzählen.

Ein altes Sprichwort, das auch heute noch seine Gültigkeit hat.

 

 

 

 

 

Peter Hemmer und ich haben uns nach Jahren wieder auf eine von Tabak inspirierte, virtuelle Reise, diesmal nach Khartoum, der Hauptstadt des Sudan gemacht. Highlight und Herausforderung – diese zwei Schlagworte beschreiben meine Empfindungen bei diesem Unterfangen. Wer sich die Beschreibungen der Afrika-Tabaklinie ansieht und diese natürlich auch raucht, weiß, dass diese Tabakmischungen nicht für den Massenmarkt taugen. Das ist per se kein Qualitätsurteil, aber es ist ein Hinweis darauf, dass man sich auf diese Tabake einlassen muss. Dass sie nicht unbedingt allday-tauglich sind und, dass bei diesen Tabaken teilweise Arbeit vor der großen Liebe ansteht.

Der Erfolg gibt der Konzeption auf voller Linie recht und so wird die „African Line“-Tabakreihe mit der „Khartoum“-Tabakmischung gekrönt.

 

 

 

LATAKIA meets HAVANNA

 

 

 

 

Nichts, was es nicht auch schon gäbe, wenngleich selten, aber das Genre lebt zum Glück noch. Es wäre ja auch verrückt zu glauben, dass es im  naturnahen Tabakbereich noch irgendetwas Neues zu erfinden gäbe. Trotzdem sind Neuerscheinungen für mich nach wie vor sehr reizvoll, da sich bei vielen Blends sofort die Handschrift des Blenders erkennen lässt und diese Tabake oft unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Der „Khartoum“ soll nicht wie eine Zigarre schmecken, in dem Fall würde ich diese dann der Pfeife vorziehen. Er soll auch nicht der klassische „Engländer“ sein. Er wurde geschaffen, um von beiden Genres das Beste zu vereinen.

 

 

Der „Khartoum“ basiert sowohl auf ready rubbed Virginias, welche abgemischt wurden mit reichlich zypriotischem Latakia, als auch auf Kentucky-, Perique-, Black Cavendish- und natürlich Havanna Tabaken. Das Ergebnis ist weich und komplex zugleich und eröffnet einen ansprechenden Kontrast. Die wohlabgestimmte Menge an Zigarrenblattgut verleiht dem Blend nicht nur eine unheimliche Tiefe und Intensität, sondern auch einen sehr eigenen geschmacklichen Charakter. Die rauchigen und süßen Noten des Latakia harmonieren hervorragend mit der Würze der Havanna-Tabake. Fast möchte man meinen, sie wären extra füreinander geschaffen worden.

Der „Khartoum“ ist eine volle und geschmacklich kräftige Mischung, wie man sie nur sehr selten findet. Man muss sich also auf den Tabak einlassen, ihn langsam rauchen, um alle Nuancen genießen zu können. Dann entfaltet der „Khartoum“ seine ganz eigene und fesselnde Magie.

Als Getränk zum „Khartoum“ darf es durchaus etwas Kräftiges sein, wie z.B. ein dunkles Bier oder auch einen gehaltvollen Rum.

Ein Blend, der in der Tradition englischer Mischungen mit „Zigarre“ zu Hause ist, aber eben auch diese Tradition neu interpretiert, mit der sehr persönlichen Handschrift von Peter und mir.

 

Allen Liebhabern dieser Geschmacksrichtung und Freunden sehr würziger, eigenwilliger Tabake, wünsche ich ganz viel Spaß mit dem “Khartoum“.

 

Das könnte dich auch interessieren …

3 Antworten

  1. Bin sehr gespannt und freue mich auf diese Reise 👍

  1. 18. August 2022

    […] Hans in seiner Beschreibung des Khartoums auf seiner Seite geschrieben hat, der Khartoum würde die HU Tobacco Afrika-Reihe […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.